Selbstorganisiertes Komitee in Bremen und Bremerhaven gebildet
Selbstorganisiertes Komitee in Bremen und Bremerhaven gebildet
Initiative von Bremerhavener und Bremer Arbeitern gegen Änderungskündigungen führt zu Selbstorganisation und Solidarität
In Bremen und Bremerhaven gibt es den GHBV - Gesamthafenbetriebsverein - der Arbeiter im Hafenbereich beschäftigt. Hier vermuten einige Leser wahrscheinlich den vertrauensheischenden Arbeitgeber von einst aber weit gefehlt : Der GHBV arbeitet auch nicht mehr anders als eine ausbeuterische Zeitarbeitsfirma mit all ihren Tücken und Schlichen, die speziell auf Hafenbetriebe wie BLG die für Tchibo die Logistik übernehmen oder Mercedes und Daimler ausgerichtet ist. So monopolisiert der GHB (-V) und schafft eine große Kapitalakkumulation.
Davon spürten die Arbeiter bis lang allerdings nichts : Im Gegenteil - 2009 hagelte es Änderungskündigungen - Lohndumping von teilweise 13 € auf 9 € für 1110 Menschen alleine aus Bremen.
Am 11 Juli 2009 fand eine Gründungsveranstaltung statt auf der sich die Arbeiter von ihren Kollegen in ein Komittee zur Vertretung ihrer Rechte wählen ließen.
Einer dieser Arbeiter ist Marco Haar. Im Folgenden berichtet ein Interview vom 17 Februar 2010 über seine Erfahrungen mit dem Staat, den Gewerkschaften, der Finanz und der Selbstorganisation... [weiter zum Interview»]
26.02.2010
DGB Weltbild für Sklaven und die die es bleiben wollen
DGB Weltbild für Sklaven und die die es bleiben wollen
Im neuen 2010 Notizkalender des Deutschen Gewerkschaftsbund finden aufmerksame Leser einen interessanten Geschichtsabriss ...
"Rückblick - was wichtig war..." nennt der DGB in seinem für das neue Jahr herausgegebenen Kalender eine Sparte im Anhang.
Es handelt sich um einen Geschichtsabriss, der die, für die DGB-Verantwortlichen wichtigen Daten der Geschichte umfasst.
Am 10. September 1935 geht es um die Nürnberger Gesetze. Es wird zwar von der "Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden" geschrieben, aber das gleiches mit Gewerkschaftern, Widerstandsleistenden, politischen Gegnern, Ziganen, Psychisch und körperlich Behinderten usw passierte ist nicht erwähnt. Für einen Gewerkschaftsbund sollte wenigstens die Erwähnung der vielen Arbeiter wichtig sein, die im Widerstand gegen den Nationalsozialismus im dritten Reich gefallen sind (Die Kämpfer gegen den Faschismus die in Spanien in den internationalen Brigaden z.B. den Tod fanden werden auch nicht erwähnt.)
Am 16. März 1960 hält der DGB die Privatisierung von Volkswagen für wichtig und hebt hervor, dass selbige gegen den Willen der SPD, der Betriebsräte und der Mehrheit der Beschäftigten passiert ist - und ? Was haben die sozialdemokratischen Verräter und der vertrauenserweckende Betriebsrat getan ? Nach oben Loyalität bewiesen und nach Unten getreten - wie immer.
21 Oktober 1985 erscheint Wallraffs "Ganz Unten". Hier schreibt der DGB, es gehe um die "Arbeitsbedingungen von Migranten" und das selbiger Bericht "eine heftige Debatte" auslöste.
Das ist wundervoll und herrlich unnütz, wenn Institutionen wie der DGB und die Parteien daran nichts ändern - wieso sollten sie auch, die Reichen und Herrschenden profitieren ja schließlich von den schlechten Arbeitsbedingungen der Arbeiter - ob Migranten oder nicht.
Eine weitere augenfällige Weglassung findet der Leser, wenn er sich den größten heuchlerischsten Propagandatag des DGB ansieht : den ersten Mai.
1889 wurde durch den Pariser Kongress der II Internationalen beschlossen, dass der erste Mai als Kampftag der Arbeiterklasse gelten soll. Das ging auf die 1886 stattgefundene Hinrichtung von anarchistischen Gewerkschaftern in Chicago zurück und zählte auch zu ihrem Gedenken.
Seit dieser Zeit ist und bleibt der 1. Mai der wichtigste Tag für die kämpfende Arbeiterschaft. Das sieht der DGB anscheinend nicht so. Es ist keine Eintragung zum Maifeiertag vorhanden.
Es geht hier "nur" um 5 Seiten in einem unbedeutenden Notizkalender und schon diese wenigen Zeilen reichen aus um die Schriftführer, ihres Zeichens nach representativ für den DGB, zu entlarven. Es ist von den großen Leistungen des Unternehmers Werner Siemens, von dem "Widerstand" der SPD und der Betriebsräte gegen Privatisierung die Rede und das Werk Wallraffs wird aus dem Kontext gerissen und vereinnahmt. Die kleinen Arbeiter bleiben wie immer auf der Strecke, ihr Widerstand bleibt ungehört, ihr Drang nach echter Emanzipation findet keinen Niederschlag im "Geschichtsunterricht à la DGB".
von Marcel Faust
26.02.2010
Webseite FAU-Bremen zieht um!
Wir ziehen um!
Die Webseite der FAU-Bremen zieht um!
Während dieses Jahres stellt Yahoo ihr Webhosting unter geocities ein.
Wir ziehen deshalb um und sind demnächst unter
zu ereichen.
Der alte Inhalt unter http://www.geocities.com/syndikalist2002/ wird nur noch auf unbestimmte Zeit abrufbar sein.
Die Weiterleitung unterhttp://www.fau-bremen.tk wird aber dann zu der neuen Seite führen.
5.07.2009
Neue FAU-Initiativen in Aurich und Ammerland (Ostfriesland)!
Neue FAU-Initiativen in Aurich und Ammerland (Ostfriesland)!
Schon seit einiger Zeit gibt es in Ostfriesland Interesse an der Gründung von FAU-Gruppen vorort. Auf einem Vernetzungstreffen in Bremen am 13. Juni 2009 wurde über die FAU nicht nur intensiv informiert, sondern bei einem guten Frühstück auch weitere Schritte zur Gründung in Aurich und Ammerland besprochen.
Für weitere Interessierte ist die Kontaktaufnahme möglich über die FAU in Bremen: fauhb -ät- fau.org
Join the union!
Alles neu macht der Mai!
Alles neu macht der Mai!
Die Webseite der FAU-Bremen wurde umgestaltet.
Wir hoffen sie für Euch in einem durchgehenden, luftigem Aussehen gehalten zu haben. Die Seite ist natürlich weiterhin barrierefrei und braucht auch kein Java-Script! Außerdem wurde sie entrümpelt und sollte schneller zu laden sein.
Allerdings ist der Umbau noch nicht abgeschlossen. Sollte es Probleme geben oder Euch Fehler auffallen, so meldet Euch bitte. Mail an fauhb5 -ät- fau.org
27.04.2009


